"Wo gehts denn bitte nach Paris" |
Das Sturmgeschütz StuG III Ausf.B, SdKfz142 VI.40-V.41 kam Ende 1940 in die Serienproduktion. Die Version wurde im Vergleich zum Typ A nur leicht verändert, indem der Nachfolger ein neues Aphon-Getriebe mit sechs Gängen erhielt. Im Frühjahr 1940 wurden 30 Vorserienmodelle von Daimler-Benz gebaut und an fünf Versuchsbatterien verteilt. Eine Versuchsbatterie nahm 1940 kurz im Westfeldzug teil um das Sturmgeschütz zu testen. Die großen Erfolge veranlassten die Wehrmacht dazu sofort die Serienproduktion einzuleiten. Typenblatt
Das Modell von ItalerieEs kann manchmal sehr erholsam sein, wenn man ein Modell ohne viel Zutun aus direkt aus der Schachtel bauen kann. Ein Kriterium muss in meiner Modellbau-Philosophie allerdings erfüllt sein - es sollte ein relativ akkurates Modell sein. Vor einer Weile habe ich mir Italerie's StuG III Ausf. B Modell zugelegt, es handelt sich dabei prinzipiell um das Dragon Modell, das einfach ohne die Ätzteile neu verpackt wurde. Meiner Meinung nach bieten diese Italerie Modelle ein wirklich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, wobei man die Möglichkeit hat, weiteres Geld in Zurüstteile zu investieren. Der ModellbauDer eigentliche Bau geht recht schnell von der Hand, die Teile fallen quasi von alleine zusammen. Das einzige was etwas sorgfältigeres Kleben benötigt sind die Kettenabdeckungen, da diese u.U. etwas schwer an die Wanne angepasst werden können. Für die Werkzeughalterungen, die Lüftergitter und einige andere kleine fotogeätzte Teile, verwendete ich alte Dragonteile aus der Grabbelkiste. Die Ausf. B konnte auch mit den frühen 40cm Ketten angetroffen werden oder mit einer späteren, mit einer Art Loch zur Gewichtsersparnis am Kettenende. Diesmal habe ich nicht die Ketten von Friul sondern die Einzelketten Glieder die den Bausatz beilagen, da diese sehr akkurat und dem Vorbild sehr gut entsprachen. Die Bemalung und die VerwitterungDas StuG war also recht schnell bereit für die Bemalung. Ich habe vor kurzem angefangen, meine Modelle mit mattem Schwarz oder sehr dunklem Braun zu grundieren. Warum ? Um zu verhindern, dass das helle Plastik der meisten Bausätze an ungewollten Stellen durchschimmert. Ich verpasse meinen Modellen sogar zusätzlich noch einen dunklen Wash, nachdem diese Grundierung aufgespritzt wurde. Der dunkle Untergrund bietet eine gute Basis, um die späteren Farben aufzubauen, wobei man sich von dunklen zu den hellen Schattierungen vorarbeitet. Der dunkle Schimmer verbleibt in den Vertiefungen, während ich die Farbe langsam aufhellen kann, bis zu den Oberflächen, die das meiste Licht einfangen. Die Handhabung der Airbrush ist hierbei ein sehr wichtiger Faktor. Um die Tamiya Farben zu verdünnen, verwende ich Isopropyl Alkohol. Ich bin ein großer Fan der Tamyia Acryl Farben und ich verwende niemals andere Farben für das Airbrushen. Die Tamiya Farbe kann mit dem Isopropyl Alkohol sehr stark verdünnt werden und behält dabei dennoch eine Airbrushfreundliche Konsistenz. Hierdurch wird die Farbe ideal für sorgfältige Farbschichten, um die Schattierungen zu variieren. Ich habe sogar die meisten Pastellkreiden weggeworfen und benutze die Airbrush auch für die größten Teile der Verstaubungen! Um ein befriedigendes Ergebnis zu erhalten, muss man oft ein wenig experimentieren. Normalerweise spritze ich eine helle Schicht hier und eine dunklere Schicht dort... . Das mache ich solange, bis ich mit dem Aussehen zufrieden bin. Danach ist es Zeit für die Washings. Für Panzergrau benutze ich beinahe schwarzes Wash. Ölfarben mit Humbrol-Verdünnung erweisen hier einen guten Dienst. Ich befeuchte die komplette Fläche mit Verdünner und lasse dann die Wash-Lösung in die Vertiefungen laufen. Ich verwende einen weichen, breiten, trockenen Pinsel, um den Wash von den großen flachen Flächen zu entfernen, lasse ihn aber auf den Schattenflächen. Nachdem der Wash getrocknet war, stand das Trockenmalen auf dem Programm. Schwarze und weiße Ölfarbe wurde aus der Tube auf ein Stück Pappe gedrückt und einen Tag eintrocknen gelassen. Der Karton saugt das Öl der Farbe auf und hinterlässt eine Ölfarbe mit einem größeren Pigmentanteil. Hierdurch ist es besser geeignet für das Trockenmalen. Ferner wird so das leicht ölige Schimmern beim abtrocknen vermieden. Ein recht heller Grauton wurde gemischt und mit einem relativ harten, flachen Pinsel aufgenommen. Dieser wurde nun nahezu vollständig auf einem Taschentuch ausgewischt. Nun wird das Modell mit dem Pinsel bearbeitet, wobei ein leichter Grauton auf den Oberflächen und hervorstehenden Teilen verbleibt. Der Mix wurde auch genutzt, um den ebenen Flächen eine leichte Farbvariation zu verpassen. Dieses ist sehr wichtig, da das Panzergrau ansonsten sehr bieder und langweilig aussehen kann. Das echte Panzergrau scheint in staubigen Umgebungen sehr schnell ausgeblichen zu sein. Ein paar Farbabplatzer wurden aufgebracht, mittels eines feinen Pinsels und Tamiya Matt Schwarz gemischt mit einem Schuss Panzergrau. Die Markierungen wurden mit fotogeätzten Spritzschablonen von Stencillit aufgebracht, das Einheitsabzeichen stammt von einem alten Trockenreibesatz von Verlinden. Schließlich, nachdem Wanne, Laufrollen, Werkzeuge usw. bemalt waren, habe ich das Modell mit Pastellkreide gealtert. Diese habe ich mit einen weichen Schminkpinsel aufgetragen habe. Die Farbtöne variierten hier zwischen Sandfarben, Rostfarben, und Grautönen. Die Rostspuren habe ich mit einen feinen Marderhaar Pinsel aufgetragen. Als Farbe verwendete ich Plakatfarbe in rotbraun. Die Ketten überzog ich mit mattschwarzer Farbe aus der Airbrush. Bearbeitet diese nach 2 Stunden Trocknungszeit mit einem Lappe den ich mit der rostbraunen getränkt hatte. Wischte diese wieder mit einen trockenen Lappen ab. Dann machte ich ein Drybrushing mit Alufarbe und schon waren diese fertig zum aufziehen. |
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